Lösung der Verkehrsproblematik braucht ein ganzes Bündel an Maßnahmen

Forcierung des Öffentlichen Verkehrs und treffsichere Verkehrsprojekte
ÖAAB-Landesvorstandsmitglied Verkehrssprecher Dr. Josef Schöchl:

Lösung der Verkehrsproblematik braucht ein ganzes Bündel an Maßnahmen, Forcierung des Öffentlichen Verkehrs und treffsichere Verkehrsprojekte

„Die Lösung der Verkehrsproblematik ist, gerade im Zentralraum, eine der größten Herausforderungen der Politik. Ein funktionierendes Verkehrssystem ist Rückgrat und Basis jeder wirtschaftlichen Entwicklung, aber auch der persönlichen Mobilität. Wir brauchen ein gut abgestimmtes Bündel an Maßnahmen, in dem der weitere Ausbau und Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs eine wesentliche Rolle spielt. Zudem gilt es, die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten der Regionen durch gute verkehrstechnische Erreichbarkeit auch weiterhin zu sichern, gleichzeitig aber auch die Belastung der Anrainerinnen und Anrainer so gering wie möglich zu halten. Vor allem der viel diskutierte und besonders von der SPÖ meist faktenbefreit und polemisch thematisierte Gitzentunnel ist auch und vor allem unter diesem Gesichtspunkt zu sehen. Viele Initiativen zur Erreichung dieser Ziele wurden bereits gesetzt, vieles ist noch notwendig. Auch dürfen wir in dieser Frage, vor allem in Hinblick auf die Finanzierung der öffentlichen Verkehre, den Bund nicht aus der Verantwortung entlassen. Es ist mehr als unbefriedigend, dass sich der Bund hier schrittweise zurückzieht und Länder und Gemeinden einspringen müssen, um öffentliche Verbindungen in den Regionen aufrechterhalten zu können“, sagt ÖVP-Verkehrssprecher Dr. Josef Schöchl, Mitglied des ÖAAB Landesvorstands im Salzburger Landtag am 3. Februar.

„Die Zukunft in diesem für die Menschen so wichtigen Politikfeld liegt unzweifelhaft und über alle Parteigrenzen hinweg unbestritten im weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Dazu zählt neben dem Jahrhundertprojekt Regionalstadtbahn auch und vor allem die Anbindung möglichst vieler Regionen an die Ballungszentren. Die S-Bahn zwischen Golling und Freilassing ist so ein Erfolgsbeispiel, das sehr gut zeigt, wie gut öffentlicher Verkehr von der Bevölkerung angenommen wird, wenn das Angebot stimmt. Der Paradigmenwechsel weg vom Individualverkehr hin zum Öffentlichen Verkehr hat schon vor Jahren unter dem damaligen Verkehrsreferenten Wilfried Haslauer stattgefunden. So wurden und werden die Fahrpreise im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit Millionenbeträgen gestützt“, führt Schöchl beispielhaft an.

„Gleichzeitig müssen wir realistischerweise aber auch erkennen, dass in einzelnen Regionen des Landes der öffentlichen Verkehr mitunter an seine Grenzen stößt und es hier gute Lösungen und treffsichere Projekte für den Individualverkehr braucht, die Erreichbarkeit garantieren und gleichzeitig die Bewohner schützen“, so Schöchl weiter.

„Zu guter Letzt ist auch jeder selber gefordert, seinen Beitrag zu leisten. Aktuell ist jede zweite Pkw-Fahrt kürzer als 5 km und jede vierte Pkw-Fahrt sogar kürzer als 2 km. Das sind keine Fahrten von Pendlern, sondern Strecken, die in vielen Fällen leicht mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß zurückgelegt werden können. Jeder von uns verursacht Verkehr, jeder von uns leidet unter dem Verkehr. Aber jeder von uns ist auch für die Lösung mitverantwortlich“, meint Schöchl abschließend.